Freiherr von Ulmenstein

 

Rudolf Frhr. v. Ulmenstein – Forstmann, Künstler und Jäger

 

 

Rudolf Frhr. v. Ulmenstein,

 


 

geboren 1958 in Minden/Westf., wuchs im Forstamt Roetgen/Nordeifel auf, das sein Vater leitete. Schon in früher Kindheit widmete er sich dem Zeichnen von Wildtieren, die er auf gemeinsamen Pirschgängen und Ansitzen mit seinem Vater beobachten konnte und wurde somit schon frühzeitig für die Schönheiten der Natur sensibilisiert. Während seiner Schulzeit in Monschau wurde er durch den dort bekannten Kunstmaler und –lehrer Paul Siebertz in der Darstellung von Naturmotiven mit Öl- und Aquarelltechniken gefördert.

 

Nach dem Umzug 1972 in das niedersächsische Rotenburg/Wümme und dem späteren Studium der Forstwissen-schaft in Göttingen eignete er sich weitere Fertigkeiten im Bereich der Wildtier- und Landschaftsmalerei ausschließlich als Autodidakt an. Vorbilder für sein künstlerisches Schaffen sind die beiden herausragenden Größen auf diesem Gebiet: Rien Poortvliet und Fritz Laube. Allein aus der Betrachtung deren Werke konnte v. Ulmenstein viel lernen. Durch seine Referendarsausbildung im niedersächsischen Forstamt Göhrde zog er 1989 in die Ostheide und war hier nach seinem Staatsexamen bis 1997 als freiberuflicher Forsteinrichter im Privatwald des Landkreises Lüchow-Dannenberg tätig. Bei seinen Waldbegängen zwischen Elbe und Drawehn fand er zahlreiche Motive  der z.T. noch ursprünglichen Natur des ehemaligen Zonenrandgebietes. In dieser Zeit wurde er durch den Forstamtsleiter des Forstamtes Göhrde, Frhr. v. Maltzahn, in seinen Bemühungen um Ausstellungsmöglichkeiten seiner Werke unterstützt. Alljährlich konnte er im Rahmen der Hochwildring-Trophäenschau seine Bilder aus der Region präsentieren, die bei Jägern und Naturfreunden großen Anklang fanden.

 

1997 zog er in die Nähe der Hermann-Löns-Stadt Walsrode um, wo er weiterhin als freiberuflicher Forsteinrichter und Gutachter für den Privatwald tätig ist.

 

Schwerpunkt seiner künstlerischen Arbeit ist die Öl- und Acrylmalerei, aber auch Aquarell-, Feder- und Bleistiftzeichnungen. Bedingt durch seine forstliche Tätigkeit überwiegen Waldmotive mit den dort vorkommenden Wildtierarten. Seine Bilder vermitteln dem Betrachter Eindrücke aus der Natur, wie er sie beim Ansitz oder der Pirsch erleben kann. Das dargestellte Wild soll nicht im Bild dominieren, sondern als Teil seiner natürlichen Umgebung dargestellt werden. Grundlage dafür ist die naturalistische Wiedergabe des Gesehenen und Erlebten. Wichtige Elemente seiner Bilder sind u.a. naturnahe Landschaften mit z.T. auffälligen Baumgestalten. Darüber hinaus ist es dem Künstler wichtig, die Stimmungen von Tages- und Jahreszeiten durch die entsprechende Farbwahl und der Verteilung von Licht und Schatten dem Betrachter zu vermitteln.

 

Zahlreiche Begegnungen mit dem Wild bleiben dem Künstler im Gedächtnis haften und werden dann später auf die Leinwand gebannt. Draußen fertigt er gelegentlich Skizzen seiner Motive an, die dann als Grundgerüst seiner Gemälde dienen. In naturalistischer Darstellungsweise erfolgt zunächst die Gestaltung der Landschaft mit grobem und feinerem Pinselstrich sowie mit dem Spachtel. Später wird dann das jeweilige Wild in diese Landschaft eingebracht. Auf eine pingelige Darstellung des Motivs bis hin zum kleinsten Blatt oder Haar wird dabei verzichtet. Manches wird nur angedeutet und trotzdem erkennt dann der Betrachter sofort das Wild z.B. als Rehbock, Sau, Dachs oder den Baum als Kiefer, Fichte oder Buche wieder.

 

Seine Werke konnte der malende Forstmann v. Ulmenstein bislang in verschiedenen Orten Niedersachsens (Scheeßel, Göttingen, Göhrde, Dannenberg, Altenmedingen, Burgdorf, Duingen, Walsrode) aber auch darüber hinaus in Vogelsang/Eifel, Hagenow und Glaisin/Westmecklenburg ausstellen. Zahlreiche Illustrationen fertigte er für die niedersächsische Landesforstverwaltung und die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald an.